Wie sollte man die Symptome von Alzheimer erkennen?

blog1Alzheimer ist eine Krankheit, die das Gedächtnis zerstört, Verhaltensänderungen verursacht und das normale Funktionieren beeinträchtigt. Am schlimmsten ist jedoch, dass diese Krankheit fortschreitet und mit dem Alter die negativen Änderungen vertieft. Wie sollte man sie erkennen?

Alzheimer betrifft meistens Personen über dem 65 Lebensjahr, obwohl die Krankheit auch manchmal früher erscheint. Zur Zeit sind über 30 Mio. Personen von Alzheimer betroffen, und man schätzt das bis 2050 die Krankheit bei einer von 85 Personen vorkommt. Die Patienten überleben von der Diagnose durchschnittlich noch 7 Jahre. Das Aufhalten bzw. Heilen dieser Krankheit ist leider unmöglich.

Welche Symptome können beunruhigend sein? Wie sollte man erkennen, ob das Vergessen von Ereignissen bzw. vom Platz, wo man die Brille hingelegt hatte, nicht aus dem Alter oder zu vielen Pflichten resultiert, sondern aus der sich entwickelnden Krankheit?

Gedächtnisstörungen

Das ist eines der häufigsten Symptome von Demenz. Im Anfangsstadium der Krankheit betreffen die Verluste vor allem das Kurzzeitgedächtnis. Der Kranke vergisst Termine, Gerüchte, die er vor kurzem von der Nachbarin im Laden erfahren hat, den Ort, wo er die Schlüssel hingelegt hatte, erzählt ein paar Mal dieselbe Geschichte.

In der nächsten Phase verstärken sich die Probleme. Der Kranke beginnt Tatsachen und Ereignisse zu vergessen, die in der Vergangenheit passiert sind, und im fortgeschrittenen Stadium kann er seine Angehörigen nicht erkennen, und auch sich selber nicht, wenn er in den Spiegel schaut. Er könnte auch Probleme mit der Körperpflege haben.

Kommunikationsstörungen

Gedächtnisstörungen haben noch eine schwerwiegende Folge – Sprachprobleme. Kranke können sich nicht an Worte erinnern, deswegen werden ihre Sätze plötzlich unterbrochen oder von Lücken geplagt. Man versucht die Lücken durch solche Worte wie „da“, „das“ ausgefüllt. Aphasie – das heißt Verlust von Sprachvermögen wird oft von Störungen der Gegenständeerkennung (Agnosie) begleitet. Kranke können also Probleme mit dem Hinreichen von Gegenständen haben, um welche wir gebeten haben.


Probleme mit alltäglichen Tätigkeiten

Mit der Entwicklung der Krankheit treten Probleme mit Aufmerksamkeit, Konzentration, abstraktem Denken auf. Deswegen werden solche normalen alltäglichen Pflichten, wie die Tagesplanung und Bestimmung des monatlichen Budges, Einkäufe und Berechnungen ihrer Kosten, praktisch unlösbar. Die Beeinträchtigung der Bewegungen und Empfindungsstörungen machen auch solche Tätigkeiten wie Zeichnen, Schreiben und sich Anziehen unmöglich.

Probleme mit Orientierung in Zeit und Raum

Alzheimer-Kranke haben Probleme, das heutige Datum und den Wochentag zu bestimmen. Dazu verlieren sie manchmal Orientierung im Raum. Sie wissen nicht, warum sie sich an einem Ort befinden und wie sie dorthin gelangt sind. Sie können den Weg nach Hause nicht zurückfinden. Schlimmer wird es noch, dass sich Kranke im fortgeschrittenen Alzheimer-Stadium nicht bewusst sind, wie groß ihre Einschränkungen sind.

Probleme, Gegenstände zu finden

Für eine gesunde Person ist es kein Problem, Autoschlüssel, Geldbörse, Brille oder Zeitung zu finden. Auch wenn wir sie nicht an denselben Ort wie immer legen, können wir uns erinnern, was wir machten, nachdem wir nach Hause gekommen waren. Und wir sind imstande zu sagen, wo die Sachen liegen. Bei Kranken ist das unmöglich.

Verhaltensänderungen

Die immer größer werdenden neurologischen Probleme verbinden sich unzertrennlich mit Stimmungsschwankungen. Depressive Verhalten, Gereiztheit, Aggression kommen auch bei solchen Personen, die bislang lebensfroh und sehr ruhig waren.

Verzicht auf soziales Leben und Leidenschaften

Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Stimmungsschwankungen führen langsam zu Verzicht auf das soziale Leben. Personen, die gerne ihre Bekannten getroffen haben, verzichten auf die bisherigen Beziehungen zu Bekannten. Diejenigen, die sehr aktiv lebten, Sport trieben, ihre Leidenschaften hatten verlieren ihre Lebensfreude, werden apathisch und stumpf.